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kompetenzen standards Hans-Jürgen Lndemann
 

Kompetenzen und Standards

Kompetenzorientierung ist zentraler Bestandteil einer Didaktik Beruflichen Lernens geworden.Sie finden hier einige Dokumente und Anregungen.

1. Kompetenzorientierung - 2. Kompetenzen und Bildungsstandards - 3. Ko-Transfer, ein EU-Projekt

Kompetenzorientierung, worum geht es?
Lebenslanges Lernen, Kompetenzorientierung, Kompetenzentwicklung und Kompetenzmessung, verwertbare Kompetenzen, Heterogenisierung und somit Auflösung traditioneller Zielgruppen in der beruflichen Bildung, Revision traditioneller Bildungskonzepte und Curricula, das sind nur einige der Schlagwörter, mit denen der vorgetragene Paradigmenwechsel von der Input- zur Outcome-Orientierung begleitet wird.

Bei genauem Hinschauen muss man feststellen: Auch wenn der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) beschlossen ist und bildungsübergreifend gelten soll, existiert in der Fachdiskussion zurzeit kein allgemein akzeptierter Kompetenzbegriff und damit verbunden kein allgemein akzeptiertes Kompetenzverständnis. Für die Akteure aber gibt es eine Aufgabe auf den unterschiedlichen Ebenen: Kompetenzen müssen beschrieben werden.

Die Broschüre "Kompetenzen beschreiben" zeigt, wie es gehen kann.
Mit dieser Broschüre lege ich ein Konzept vor, wie in der Bildungsregion Berlin – Brandenburg Kompetenzen bezogen auf die Ordnungsmittel und bezogen auf den Unterricht beschrieben werden können. ...

Heute müssen Akteure in der beruflichen Bildung mit Kompetenzkonzepten arbeiten. Darum brauchen Berufspädagogen, Bildungsexperten sowie Ausbilderinnen/ Ausbilder und Lehrerinnen/ Lehrer praktikable Lösungen.

Die Broschüre beschreibt im ersten Teil, wie Kompetenzen zu beschreiben sind.
Im zweiten Teil wird die Kompetenzdebatte bezogen auf das berufliche Lernen nachgezeichnet ..

Kompetenz_dual

Kompetenzen sind Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wissen, Methoden, Einstellungen und Werte, deren Erwerb, Entwicklung und Verwendung sich auf die gesamte Lebenszeit eines Menschen beziehen. Sie sind an das Subjekt und seine Befähigung zu verantwortlichem Handeln gebunden. Der Kompetenzbegriff umfasst auf der anderen Seite auch Qualifikationen und nimmt in seinem Subjektbezug elementare bildungstheoretische Ziele und Inhalte auf. In der Weiterentwicklung beruflicher Handlungskompetenz weist der Kompetenzbegriff auf die reflexive Handlungsfähigkeit. Sie zeigt das Vermögen an, durch Reflexion vorgegebene Situationen, Anforderungen und Probleme aus einer gewissen Distanz zum unmittelbaren Arbeitsgeschehen zu erfassen, zu deuten und in handlungsorientierter Absicht zu bewerten. Dies ist ganz wesentlich der beruflichen Weiterbildung vorbehalten. (Dehnbostel/ Lindemann)
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Der eigentliche Paradigmenwechsel in der schulischen Bildung wie auch der schulischen Berufsbildung ist darin zu sehen, dass grundsätzlich (Allgemeinbildung) wie auch in vollschulischen berufsbezogenen Bildungsgängen das Verwertungsinteresse stark in den Vordergrund gerückt ist. Bildungsziele entsprangen einer allgemeinen Diskussion unter Beteiligung aller, auch der Berufspädagogen und Akteure in den Bildungszentren, während Bildungsstandards viel stärker wirtschaftlich dominierten Verwertungsinteressen folgen. Ob, wie behauptet wird, eng gefasste Bildungsstandards die neue Form der Bildungsziele sind, ruft Zweifel hervor. Unstrittig ist, dass es Standards geben muss, aber die gibt es beim beruflichen Lernen insbesondere  in dualen Ausbildungsberufen seit langem.

 

Umgebungsstruktur



(Allgemein: Berufliche oder
gesellschaftliche Anforderungen)
Berufliche Handlungssituationen

Person (Kompetenz)



Handlungskompetenz ist die Fähigkeit und Bereitschaft, eine Handlung gemäß den Qualitätsanforderungen auszuführen.

Anforderung (Arbeitsanforderung)
Arbeits- und Geschäftsprozesse

Kompetenzentwicklung
lebenslanges Lernen

Kriterien:


Komplexität, Autonomie, Partizipation,
Organisation und soziale Einbindung

Fach-, Sozial-, Human- /
Personal-Kompetenz

Strukturelle Reflexivität
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Selbstreflexion
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Kompetenzen und Bildungsstandards

Der Entwicklung, Analyse und Bewertung von Kompetenzen kommt heute
im Bildungs- und Berufsbildungssystem zentrale Bedeutung zu. Die Begriffe der Kompetenzentwicklung und der umfassenden beruflichen Handlungskompetenz haben sich seit den 1980er Jahren, zunächst in der schulischen und dann auch der betrieblichen Aus- und Weiterbildung auf breiter Basis als Leitbegriffe durchgesetzt und die Zielsetzungen der Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnissen sowie von Qualifikationen abgelöst. Auch international hat der Begriff der Kompetenz wachsende Bedeutung erlangt.
Bildungsstandards sind aus der Debatte um die Reform des Bildungssystems in Deutschalnd nicht mehr wegzudenken.
Dazu folgender Beitrag: Kompetenzen und Bildungsstandards in der
schulischen und betrieblichen Berufsbildung (Peter Dehnbostel und Hans-J. Lindemann in " Lernen in der Arbeit in Betrieb und Schule", Waxmann 2007, S. 179 - 196)

Zentrale Prüfungen und Bildungsstandards, Hans-Jürgen Lindemann,
in: In: Meijer, Meyser, Struve (Hrsg.): Innovation und soziale Integration, Berufliche Bildung für Jugendliche und Erwachsene in der Bauwirtschaft, im ausstattenden und gestaltenden Handwerk, wbv, Bielefeld 2006, S. 175 – 196

Studienqualifizierende Bildungsgänge – wie können mehr junge Menschen über die Berufsausbildung zum Studium gelangen? (Hans-Jürgen Lindemann)
In: Meyser, Johannes; Kuhlmeier, Werner; Baabe-Meijer, Sabine (Hrsg.): Übergänge in der beruflichen Bildung gestalten, Ergebnisse der Fachtagung Bau, Holz, Farbe, Norderstedt 2011, S. 139 – 164

Aus der Praxis - für die Praxis: Bewertung von Sozialkompetenz


Demnächst mehr zum Thema.


Ko-Transfer

Ko-Transfer, ein EU-Projekt aus dem Programm Leonardo da Vinci

ZIEL des Projektes ist die Stärkung von Transparenz, Vergleichbarkeit
und grenzüberschreitender Anerkennung erworbener Qualifikationen indem es einen Beitrag zur Umsetzung eines transparenten Systems für Kompetenzermittlung und -zertifi zierung in Aus- & Weiterbildung (in ausgewählten Bauberufen) leistet und innovative Inhalte (energetische Gebäudesanierung) systematisch in Bildungsgänge einbindet.
Dazu werden im Projekt die Kompetenzanalyse, Kompetenzstandards
(DQR, ECVET & EQR), ein Zertifikat, Prüfungsanforderungen,
veränderte Ausbildungsordnungen & Curricula, die den aktuellen Qualifikationsbedarf berücksichtigen, adaptiert und weiterentwickelt.


Ergebnisse:

1. Handreichung zur Erstellung von Kompetenzlisten
In dier Handreichung wird ein Ablaufschema zur Erstellung von Kompetenzstandards dargestellt. In dem hier folgenden Text wird von einem bestehenden Curriculums in einem Ausbildungsgang ausgegangen.
Wahlweise kann eine Arbeitsprozessanalyse einbezogen werden, um eine Kompetenzerfassung mit einer Aktualisierung durch arbeitsmarktrelevante Kompetenzen zu verbinden. - Die Ausbildung schließt mit einem zertifiziertem Abschluss ab.

2. Ergebnisse des Verfahrens:
- Kompetenzmatrix eines vollschulischen Ausbildungsgangs, Technischer Assistent für Datenverarbeitung im bauwesen

- Kompetenzmatrix und Modulkonzept des Energieauditors, Belgien
Es handelt sich um eine berufliche Weiterbildung, die modular aufgebaut ist.


Demnächst mehr zum Thema.