SOL_1: SOL in der Fortbildung

Hier erfahren Sie alles zu den SOL-Angeboten in der Fortbildung.


Der Ansatz SOL sieht sich nicht als neue methodische Variante, sondern als ein systemischer Ansatz, der mit einer neuen Kombination von Methoden arbeitet und diese in ein inhaltlich und pädagogisch definiertes Unterrichtskonzept integriert. Damit liefert SOL Praxis einen Rahmen, um eine neue Lern- und Unterrichtskultur praktisch umzusetzen.

Obwohl grundlegende pädagogische und psychologische Forschungsergebnisse den Ansatz begründen, ist SOL kein rein wissenschaftliches Konzept. Es setzt an der gegenwärtigen Schulrealität an und bietet Auszubildenden und Schüler/inn/en die Möglichkeit, schrittweise selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten einzuüben. Lehrende können allmählich ihre traditionelle Rolle verändern: von „Unterricht halten“ zu „Lernen und Lernzeit gestalten“.

Alle Texte: Ulrich Haas
Ulrich Haas hat den SOL-Bereich in Berlin in der beruflichen Bildung aufgebaut. Er führt die Ausbildung der Multiplikator/-innen durch.


Beratungsangebote:
Seit 2004 werden SOL-Fortbildungen angeboten. Beratung erfolgt immer in Verbindung mit Fortbildungsangeboten. Die Teilnehmer erlernen den Ansatz SOL und die Verfahren der Umsetzung. Beratung wendet sich idealerweise an Lehrerteams. Einzelne Schulen werden seit 2004 betreut und beraten.
SOL-Fortbildungen sind handlungsorientiert, d.h. die Kolleginnen und Kollegen erarbeiten sich die didaktischen Grundsätze des SOL selbst – unter Anleitung des Dozenten.

Beratung und Begleitung
bietet der
Arbeitskreis SOL
der regionalen Fortbildung.

Das SOL-Fortbildungsmodul (Grundausbildung)
Die Grundausbildung umfasst mindestens 4, in der Regel 5 Termine verteilt über ein Jahr. Es handelt sich bei jedem Termin um eine Eintagesveranstaltung. Die Themen erstrecken sich dabei von Grundlagen des SOL (Advance Organizer, kooperative Lernformen, Sandwichprinzip, Zielorientierung, Regelkreisprinzip, neue Formen der Leistungsbewertung sowie je nach Bedarf die Erarbeitung von SOL-Arrangements im Themenfeld und Lernfeld), bis zur Handlungsprozessanalyse und Neuen Lernkultur. An jedem Seminartag werden kurze theoretische Inputs gegeben, zum Beispiel zu den neuen Erkenntnissen über „Lernen“ aus der Forschung der neuro-kognitiven (Gehirn)wissenschaft. Selbstverständlich werden diese theoretischen Inputs auf die SOL-Praxis und die Themen des Tagesseminars übertragen.
Der Advance Organizer
für den Englischunterricht
ist auf Anhieb gelungen.

SOL und Multiplikatorenausbildung

Das Angebot: 4 bis 5 zweitägige Fortbildungen, verteilt über ein Jahr.
Das Team arbeitet seit 2004 als SOL-Arbeitskreis. Die Multiplikatoren wurden in den Fortbildungen befähigt, Kollegen und Kolleginnen zu beraten und in der Fortbildung erarbeitete neue Ansätze in ihre Unterrichtspraxis zu integrieren.

Präsentation der Ergebnisse
in der Fortbildungsver-
anstaltung


SOL und Schulentwicklung
In vielen Schulprogrammen ist als Ziel angegeben, die Schüler zum eigenständigen Lernen und zum "Lernen lernen" zu führen, vom Frontalunterricht abzurücken und eine offene Lernatmosphäre in der Schule herzustellen. SOL setzt diesen Anspruch um. Praktiziertes SOL führt bei den Lehrkräften allmählich zu einem Rollenwechsel: Mit der Veränderung des Unterrichts wird eine neue Lernkultur aufgebaut. Wird dieser Prozess von vielen Kolleginnen und Kollegen unterstützt, kann er in eine Schulentwicklung einmünden. SMART-Ziele können entwickelt und mit SOL umgesetzt werden. Um den Schulentwicklungsprozess weiter zu unterstützen, können neben SOL-Fortbildungen andere Supportsysteme der dezentralen Fortbildung angefordert werden, seien es Teamberatungen, Lernfeldberatungen oder Beratungen in der Organisationsentwicklung.

 

Ulrich Haas, Hans-Jürgen Lindemann: Einführung von Selbst Organisiertem Lernen.
In: Hans-Günter Rolff (Hrsg.): Qualität mit System, Eine Praxisanleitung zum Unterrichtsbezogenem Qualitätsmanagement (UQM),
Carl Link, Köln 2011, S. 146 - 173

(Einf_SOL und SE - Textauszug)